Immer gibt es mehr Frauen. Gestern früh kamen zuerst zwei, danach zehn, fünfzehn. Jetzt sind sie eine Menge. Mein Kamerad neben mir spricht ihnen. Ihm fragen sie verschiedene Sachen: „Hat mein Mann den Schlüssel?“ „Hat er die Lebensmittelkarte?“ Wir alle wissen, was sie tun. Nur wollen sie Auskunft über ihren Männer; ob sie hier in der Rosenstraße sind. Wir machen ihn lüstig darüber; vielleicht um uns besser zu fühlen.
Ist er ungehorsam? Wahrscheinlich hätte es den Vorgesetzte nicht gefallen, aber sie sind so weit. Sie mischen sich nicht mit den Bürger. Die Frauen sind Arierin; sie sollten wissen, was mit ihren Männer geschehen ist. Aber sie haben Juden geheiratet. Sie verschmutzteten ihr reines arisches Blut. Ich freue mich, dass er, nicht ich, den Frauen hilft. Noch fühle ich mich...ich weiß nicht. Sie sind keine Teufeln, nur Frauen, die ihre Männer wollen. Was denn? Ich muss meine Befehlen erfüllen. Ich muss das Mitgefühl ignorieren. Ich habe meine Pflicht.
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2 comments:
Ein gut Gewissen für die Wache. Das würden schwer das Mitgefühl ignorieren sein.
Ich denke es wird sehr schwer sein, ein Frau mit ein Mann, der in die Rosenstrasse ist. Ich werde aber natuerlich eine Frage stellen um zu wissen ob er wirklich da ist. Und ich glaube, dass ich werde auch antworten, wenn eine Frau mir etwas ueber ihre Mann fragt.
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