Thursday, September 24, 2009

Schreibanlasse 5

Wie kann es sein? Heute haben wir gegen eine Mannschaft, die wir schon geschlagt haben, verloren. Was ist geschehen? Sind wir zu stolz gewesen? Zu selbstsicher? Seit vier Jahren haben wir kein Spiel verloren. Seit vier Jahren wurden unsere Fans nie enttäuscht. Fast habe ich vergessen, wie es ist, mich so zu fühlen. Wir waren unbesiegbar, oder mindestens wurden wir so erzählt. Und wir, wie Narren, haben es geglauben.

Was denn jetzt? Wir gehen nach Hause, wo wir uns weiter schämen werden. Wir hätten gewinnen sollen. Es macht nichts, dass wir so viele andere Spielen gewonnen haben. Wir haben die Weltmeisterschaft verloren. Wir werden nur als die Mannschaft, die gegen Deutschland verloren hat, erinnert werden.

Tuesday, September 15, 2009

Schreibanlass #4

Immer gibt es mehr Frauen. Gestern früh kamen zuerst zwei, danach zehn, fünfzehn. Jetzt sind sie eine Menge. Mein Kamerad neben mir spricht ihnen. Ihm fragen sie verschiedene Sachen: „Hat mein Mann den Schlüssel?“ „Hat er die Lebensmittelkarte?“ Wir alle wissen, was sie tun. Nur wollen sie Auskunft über ihren Männer; ob sie hier in der Rosenstraße sind. Wir machen ihn lüstig darüber; vielleicht um uns besser zu fühlen.

Ist er ungehorsam? Wahrscheinlich hätte es den Vorgesetzte nicht gefallen, aber sie sind so weit. Sie mischen sich nicht mit den Bürger. Die Frauen sind Arierin; sie sollten wissen, was mit ihren Männer geschehen ist. Aber sie haben Juden geheiratet. Sie verschmutzteten ihr reines arisches Blut. Ich freue mich, dass er, nicht ich, den Frauen hilft. Noch fühle ich mich...ich weiß nicht. Sie sind keine Teufeln, nur Frauen, die ihre Männer wollen. Was denn? Ich muss meine Befehlen erfüllen. Ich muss das Mitgefühl ignorieren. Ich habe meine Pflicht.

Wednesday, September 9, 2009

Wie die Zeit vergeht...

"Wie die Zeit vergeht!" So sagt man oft während des Lebens. Die Ehepaar, als sie von der Hochzeitsreise zurückkommen; die Eltern, als ihr Baby zum ersen Mal tretet, und gar bald an der Universität geht; der alte Mann im Krankenhaus, der wenige Zeit zum Leben hat; bei allen vergeht schnell die Zeit.

Aber noch findet man sich in anderen Zeiten; Zeiten, worin man sich fragt, wie er die langweilige Zeit vertreiben kann. Als man in der Grundschule ist; als man arbeitet; als man als man sich von der Krankheit erholt; dann vergeht die Zeit doch langsam. Jede Sekunde kann man zählen; die Minuten dauern eine Stunde; die Stunden sind unerträglich; der ganzen Tag ist eine Ewigkeit.

Wie kann es so sein? Die Zeit ist konstant. Sie passiert nicht schneller noch langsamer. Die Armbanduhr läuft immer regelmäßig und ändert sich nie. Was denn macht die Unterschied? Der Eindruck. Die Situationen worin die Zeit vergeht sind die, worin man nicht an die Zeit denkt. Obwohl die Stunde genauso lang sind, wenn man sich unterhält oder langweilt, bemerkt man mehr die Zeit, wenn man sich langweilt. Im Wartezimmer gibt es immer eine Uhr. Im Kino gibt es keine.

Das stellte die Frage vor: "Ist es wohl, die Zeit verteiben zu wollen?" Natürlich gibt es Umstände, die niemand erleben will. Schwierige Zeiten von der Arbeitslosigkeit; langsame Zeiten von der Arbeit, die man nicht mag, einsame Zeiten wenn die Freunde wit sind, Trauerzeiten, die unendlich erscheinen. Aber solche Zeiten schaffen den Kontrast. Sie versichern, dass die gute Zeiten wirklich gut sind. Sie lassen man die Dankbarkeit spüren. Ohne solche Zeiten wäre das Leben etwas leeres, etwas zu perfektes. Solche Zeiten schaffen die Menschlichkeit.

Tuesday, September 1, 2009

Hallo zusammen!

Hallo und wilkommen bei meinem Blog unseres Filmkurses.